Des Autors Wegbereiter

 

Liebe Menschen haben mich auf meinem Wege zum Schriftsteller begleitet. Mich dort, wo es nötig war, an die Hand genommen und meine Zweifel zerstreut:

 

An erster Stelle genannt seien die Bamberger „Textweber“, eine Autorengruppe, die vor gut zehn Jahren aus einem VHS-Kurs „Kreatives Schreiben“ hervorgegangen ist. Seit 2008 bin ich Mitglied der "Textweber" und verdanke ihnen vor allem das Locker vom Hocker - denn wir schreiben dort nur eine halbe Stunde, zu einem ad hoc gestellten Thema. Da gilt es, die Scheu vor dem leeren Blatt zu überwinden!

 

Im Jahr 2008 meldete ich mich ferner zu einem ersten mehrtägigen Autorenseminar an, bei Frau Dr. Isa Schikorsky. Isa war, in ihrer sehr offenen, aber stets einfühlsamen Art, die Erste, die mir ausdrücklich (und überaus bestimmt) sagte, dass ich zum Autor tauge. Sie betreute mich bei meinem ersten größeren Projekt - und sie ist mir bis heute sehr lieb und wert.

 

2011 begann ich, an meiner "Alten Wacht" zu arbeiten. Hierbei hat mich vor allem Frau Andrea Reichart vom "Literaturhotel Franzosenhohl" in Iserlohn unterstützt. Mehrfach war ich hierzu in Iserlohn, sogar bei ihr daheim auf dem Balkon, und wenn es gar nicht anders ging, schickte sie mich auch mal zurück "nach der Badstraße". Später hat sie das Manuskript lektoriert.

Lektorieren tut sie leider nicht mehr, denn nun hat sie neben ihrer Arbeit fürs Hotel eine spannende Stelle bei den Iserlohner Museen. Ich habe ihr so viel zu verdanken. Danke, liebe Andrea!

 

Nun sei auch dieses Hotel selbst nicht unterschlagen. Denn da auch meine "Alte Wacht" ein Hotel ist, war es, mit all seinen lieben Menschen sowie seiner langen Bücherwand im Foyer, eine nie versiegende Quelle der Inspiration. Es ermöglichte mir meine erste eigene Lesung und half mir, die im Literaturbetrieb so essentiellen Kontakte auch über Franken hinaus zu knüpfen. Und ich darf stets in mein Lieblingszimmer 216 einchecken. Vielen Dank dafür!

 

Ende 2014 stand sie dann endlich, meine dreieinhalbte und letzte Fassung der "Wacht". Und nun? Schließlich meldete ich mich, wie stets bei mir mit etwas Hangen und Bangen, zu einem Seminar des Autorendocks an für Autoren mit fertigem Romanmanuskript. Es gelang mir dabei, den Seminarleiter Lars Schultze-Kossack, meinen jetzigen Agenten, für das Projekt zu interessieren. Sprich: Das Quäntchen Glück und das richtige Seminar zur rechten Zeit.

 

Und dann war noch ... Susanne! Sie saß in diesem Seminar neben mir, und nachdem ich mit meinem Projekt dran gewesen war, erteilte sie mir einen Nadelstich: Sie gab mir auf, Schultze-Kossack noch vor Ort zu fragen, ob er nicht ...?

Ich tat es nicht gleich, jedoch noch rechtzeitig. Denn ich kenne mich: Hätte sie mir nicht diesen Pieks gegeben, dann wäre ich wieder heimgefahren und hätte mich nicht dürfen getraut. Danke, liebe Susanne!

 

Zuletzt ein "Danke!" an Euch alle, Ihr lieben Kolleginnen und Kollegen der schreibenden Zunft. Dafür, dass Ihr mich immer wieder geerdet habt. Ihr lehrtet mich, dass ein gutes, die Leser fesselndes Buch nicht allein Thomas-Mann-Leitmotivik oder Rilke-Metaphern benötigt, sondern vor allem eine gute Geschichte.

So bin ich Euch allen verbunden, nicht mit einem Link, sondern mit dieser Bitte: Stehen wir zusammen! Helfen wir uns gegenseitig weiter und, nicht zu vergessen: Lesen wir uns auch gegenseitig!
 

 

 

Martin Meyer
Schriftsteller und Musiker